Mein Erziehungsstil

„Es ist ein Glück, daß heute niemand mehr wirklich sagen kann, auf welches Ziel hin Kinder erzogen werden müssen. Niemand kann heute noch seriös voraussagen, was ein Kind können muß, wenn es erwachsen ist. Das ist eine Chance, Kinder zu sich selbst finden zu lassen.“
Theologe und Therapeut Günter Funke.

Auf viele verschiedene Arten werden die Kinder gefordert und gefördert. Ich strebe keine einseitige Förderung an, sondern versuche alle Bereiche, die zu einer gesunden Persönlichkeitsentwicklung beitragen, abzudecken.

Kinder fordern uns oft heraus, wollen wissen, wie weit sie gehen können. Somit bedeutet Erziehung immer wieder auch Grenzen zu setzen und konsequent zu sein, denn Kinder brauchen Normen und Regeln (ohne die auf Dauer keine Gesellschaft funktionieren kann). Trotzdem gehen wir immer möglichst ruhig und gelassen vor.
Es kann nicht im Sinne einer guten Erziehung sein, Kinder den ganzen Tag hindurch zu bespielen. Kinder brauchen auch Freiräume, um sich entfalten zu können und um selbständig zu werden, müssen lernen, sich auch selbst zu beschäftigen. Hierbei spielt das freie Spielen der Kinder eine große Rolle, denn das Spiel ist die wichtigste Grundlage des kindlichen Lernens und daher in jeder Form bedeutsam. Das Kind hat während des freien Spielens die Möglichkeit, das Material, den Ort und den Inhalt des Spiels selbst zu wählen, eigene Kreativität zu entwickeln, Sozialerfahrungen zu sammeln (Konfliktlösung, Rücksichtnahme, etc.), Freundschaften aufzubauen und zu vertiefen, Konzentration und Ausdauer zu entwickeln, spontane Aktivitäten zuzulassen und die Neigungen der Kinder werden herausgefordert.

Dies bedeutet aber nicht, dass wir die Kinder während des freien Spielens sich selbst überlassen! Wir sind immer dabei, um gegebenenfalls eingreifen zu können. Wir unterstützen die Kinder, wo nötig, geben Anregungen, aber wir nehmen ihnen nicht die Erfolgserlebnisse oder gar die Misserfolge. Kinder müssen auch lernen, mit Enttäuschungen umzugehen und das eine oder andere nochmals von Neuem zu versuchen. Natürlich kommen bei uns auch die gemeinsamen Lesestunden, das Malen, das Basteln, die beliebten Sing- und Fingerspiele usw. nicht zu kurz.

Jeden Tag gehen wir mit den Kindern an die frische Luft, um dem Bewegungsdrang der Kinder Rechnung zu tragen. Kinder brauchen die Möglichkeit, sich an der frischen Luft zu bewegen, die Natur zu erkunden, die Welt der Erwachsenen z. B. bei einem kurzen Einkauf zu entdecken (in der Stadt oder beim örtlichen Bauern/Bäcker, etc.)
Ganz egal, ob wir spielen, singen, malen, basteln, spazieren gehen, Ausflüge machen: wir machen mit den Kindern immer das, was ihnen und auch uns Spaß macht.

Um ein Kind entsprechend seines aktuellen Entwicklungsstandes fördern zu können, müssen wir die Entwicklung des Kindes im jeweiligen Alter kennen und einschätzen können. Hierbei ist auch die Unterstützung der Eltern wichtig, die wir daher um regelmäßige Gespräche bitten. So können wir individuell mit dem Kind arbeiten, wissen was es schon kann und können darauf aufbauen.

Meine Arme sind offen für jedes unserer Tageskinder. Alle werden gerecht behandelt, keines wird bevorzugt oder benachteiligt. Alle werden gestreichelt und gedrückt, wenn sie es wollen oder gerade brauchen.

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